IntoVR gewinnt Photokina Motion Picture Award

Ein Photokina Motion Picture Award für IntoVR! Wir haben den Preis in der Kategorie 360°-Video gewonnen für eine VR Doku in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

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Der Motion Picture Award der weltgrößten Foto-Messe Photokina wurde in Köln verliehen.

Der Betrachter taucht in dem 360°-Film in das geheime Untersuchungsgefängnis der DDR ein und trifft auf ehemalige Häftlinge. In Hohenschönhausen im Osten Berlins hat die Stasi politisch Gefangene psychisch gefoltert.

 

Martin Heller nimmt den Photokina Motion Picture Award für IntoVR und die Gedenkstätte Hohenschönhausen entgegen

Martin Heller nimmt den Photokina Motion Picture Award für IntoVR und die Gedenkstätte Hohenschönhausen entgegen.

Die VR Doku ist im Juni und Juli 2016 in einer Kooperation mit der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen entstanden. Autor ist Martin Heller, der auch für Kamera-Arbeit, Stitching und Schnitt verantwortlich war. Für die Gedenkstätte hat vor allem der Journalist Michael Ginsburg bei dem Projekt mitgewirkt.
Der Siegerfilm überzeugte die Jury durch die immersive Kraft. „Der Film hat mich tief berührt und fasziniert. Man fühlt sich mitten in diese Szene versetzt“, sagte Florian Schuster, Chefredakteur von CHIP FOTO VIDEO und Mitglied der Jury, „man fühlt das Ganze – ganz anders als mit einem normalen Film“.

Der 360°-Film (deutsche Version) – am Smartphone in der Youtube-App öffnen – Klick auf die Überschrift und „in Youtube öffnen“.

Das Interesse an der Thematik 360°-Video/VR war auch auf der Veranstaltung der Photokina sehr groß. Martin Heller erklärte bei der Preisverleihung, gefragt nach dem Grund für die Umsetzung in 360° Video: „Es geht bei VR Dokus darum, dass wir Menschen an andere Orte bringen. Das können schöne Orte sein, aber es können auch Geschichten sein, die Menschen wirklich berühren, denn es ist ein sehr emotionales Medium. Das ist genau das richtige Medium für diesen Ort.“

Martin Heller von IntoVR bei den Dreharbeiten in der Gedenkstätte Berlin Hohenschönhausen (Fpto: Michael Ginsburg)

Martin Heller bei den Dreharbeiten in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

IntoVR hat das Thema auch in einer englischen Version umgesetzt. In den knapp fünfminütigen Beträgen kommen jeweils Zeitzeugen zu Wort, die in der DDR-Zeit selbst dort inhaftiert waren und ihre Erlebnisse schildern, in der deutschen Fassung Edda Schönherz, in der englischen Jochen Scheidler.

Bei den Photokina Awards waren in der Kategorie 360° insgesamt fünf Filme nominiert, darunter noch zwei weitere Produktionen der beiden IntoVR-Gründer Susanne Dickel und Martin Heller, umgesetzt im Frühjahr 2016 für die „Welt“ und N24: Eine Flüchtlingsreportage mit dem Titel „Der Geiger“ aus Griechenland, die auch schon für den Webvideopreis nominiert war, sowie die Reisereportage „California: Highway 1“, die auf mehreren VR Festivals zu sehen war.

Die IntoVR-Gründer Susanne Dickel und Martin Heller mit dem Photokina Motion Picture Award in Köln.

Die IntoVR-Gründer Susanne Dickel und Martin Heller mit dem Photokina Motion Picture Award in Köln.

Der Photokina Motion Picture Award ist mit 2.500 Euro dotiert. IntoVR wird mit dem Preisgeld u.a. in neue Hardware und Software investieren.

Das Berliner Medien-Startup ist spezialisiert auf die Erstellung von 360°-Videos in 4K-Qualität im Bereich Non-Fiction, sowohl im Journalismus als auch im Bereich Marketing. Besonderen Wert legen die erfahrenen Journalisten auf das Storytelling in den immersiven Erlebnissen. Neben ernsten Themen wie der Flüchtlingskrise und der DDR-Geschichte haben die Macher auch Geschichten im Bereich Wissenschaft, Musik und Reise in 360° umgesetzt. Mehr über die Arbeiten auch bei Facebook und Twitter.