Stasi-Gefängnis: 360°-Film „Was wollten Sie in Berlin?!“

Ein besonderes Geschichts-Erlebnis: Mit der Gedenkstätte Hohenschönhausen hat IntoVR einen 360°-Film produziert, bei dem Zuschauer die Rolle eines Häftlings der DDR-Staatsicherheit übernehmen.

Der Film hat am Donnerstag, 11. Mai 2017, Premiere gefeiert in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, im ehemaligen Untersuchungsgefängnis der Stasi. Die Besucher erlebten in einem VR-Kino in den historischen Räumen, wie politische Häftlinge der DDR behandelt wurden.

Schauspieler, u.a. Udo Schenk und Marlon Kittel, mit original Stasi-Uniformen und Requisiten ausgestattet wirken dabei auf den Nutzer ein, der mit einer VR-Brille selbst im Mittelpunkt der VR Doku steht. Er wird ausgefragt, angeschrien, in der Zelle eingeschlossen – ein 360°-Erlebnis, das emotional berührt und gleichzeitig auf Fakten basiert. „Wir wollen die Stärken des Mediums einsetzen, um eine noch intensivere Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte zu ermöglichen“, so IntoVR-Gründer Martin Heller.

Das Drehbuch haben IntoVR-Autorin Christiane Wittenbecher und der Journalist Michael Ginsburg entwickelt. Grundlage waren Vernehmungsprotokolle des ehemaligen Häftlings Jürgen Fuchs sowie viele Gespräche mit anderen Zeitzeugen und Archiv-Recherchen. Für die Kamera-Arbeit u.a. war Martin Heller verantwortlich. Von Beginn an unterstützt und teilweise bei den Dreharbeiten begleitet wurde das Team vom Direktor der Einrichtung, Hubertus Knabe. Knabe und Heller sprechen Grußworte bei der Abendveranstaltung, neben dem VR-Kino ist auch eine Diskussionsrunde geplant über das Thema des Films sowie neue Formen der Kommunikation.

Das Stasi-Gefängnis Berlin Hohenschönhausen im 360°-Film von IntoVR. Zuschauer mit VR-Brille sind selbst im Mittelpunkt des Geschehens und werden von Schauspielern in Stasi-Uniformen und mit original Requisiten wie politisch Gefangene der DDR-Diktatur behandelt

Klicken Sie auf das Bild oder hier und gelangen Sie zum 360°-Film „Was wollten Sie in Berlin?!“ (Kurzversion) auf dem Youtube-Kanal von IntoVR. Zuschauer mit VR-Brille sind selbst im Mittelpunkt des Geschehens und werden von Schauspielern in Stasi-Uniformen und mit original Requisiten wie politisch Gefangene der DDR-Diktatur behandelt.

Link zur Langfassung des Films (9 Min.) bei Youtube 

Die Reaktionen bei der Premiere im Video

Ein Film von Michael Ginsburg, Martin Heller und Christiane Wittenbecher

Cast

Vernehmer Eins:   Udo Schenk
Vernehmer Zwei:  Márton Nagy
Zelleninformant:   Marlon Kittel
Wächter Eins:        Oleg Tikhomirov
Wächter Zwei:     Milton Welsh
Wächter Drei:       Dominik Hermanns
Wächter Vier:       Henning Kober

Ton: Konrad Kassing

Requisite: Sebastian Langer, Daniela Martinova

Produktionsassistenz: Sandra Draheim, Ilya Frederik Minaev

Mit Dank an: Michael Bradler, Mike Fröhnel, Norbert Krebs und Lothar Schulz, Mario Achsnig, Bernd Marx, Hartwig Sprotte

Agentur Schwanenberg, Das Imperium Talent Agency, Deutsches Technikmuseum Berlin, Theaterkunst GmbH

Eine Produktion der
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und der Into VR 3sechzig GmbH

IntoVR ist eine 360°/VR-Produktionsfirma mit Sitz in Berlin. Das sechsköpfige Team um die Gründer Susanne Dickel und Martin Heller hat bereits mehr als 40 hochwertige 360°-Filme für Medien und Unternehmen in Einsätzen in der ganzen Welt hergestellt. 2016 wurde das Startup mit dem Photokina Motion Picture Award ausgezeichnet, Susanne Dickel war zudem eine der „Top 30 unter 30“-Journalistinnen ausgewählt vom Medium Magazin. Das Team hat sich auf Storytelling in Virtual Reality und 360° Video spezialisiert und ist zudem bei Workshops und als Speaker bei Konferenzen aktiv. Die Autorin des Films, Christiane Wittenbecher, arbeitet seit August 2016 mit IntoVR an VR Dokus. Die Videojournalistin hat zuvor für den MDR, WELT, SPIEGEL ONLINE und den ZEIT Verlag gearbeitet.

 

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