Mit dem Schiff in 360° durch den Sturm…

…oder wie man beim Filmen nicht über Bord geht. 360°-Videodreh mit den deutschen Seenotrettern.

Auch bei Sturm und Windstärke 8 müssen Seenotretter aufs Meer, um Menschenleben zu retten. Das Schiff sicher durch die riesigen Wellen zu steuern, ist eine enorme Belastung für Kapitän und Crew. IntoVR-Autorin Christiane Wittenbecher war bei einer Kontrollfahrt dabei – und musste aufpassen, nicht versehentlich von Bord zu gehen.

 

„Eine Hand zum Festhalten, eine Hand zum Arbeiten.“ Diesen Satz hört VJ Christiane Wittenbecher beim Einsatz auf der Ostsee oft. Wenn der Seenotkreuzer „Arkona“ die meterhohen Wellen durchreitet, das Schiff teilweise im 45-Grad-Winkel zur Wasseroberfläche steht, ist keine Zeit für Akkuwechsel und wenig zum Linsenputzen.
Wenn andere die stürmische See verlassen, muss die Mannschaft um Vormann Kurt Tonn ausrücken. Ganz gleich, wie windig, unruhig oder gefährlich das Wetter ist. Dafür muss sich die Mannschaft blind und ohne viel Kommandos verstehen.

Vor dem Ablegen und während das Schiff aus dem Hafen Warnemünde fährt, ist noch Zeit für ein paar ruhige Aufnahmen vom Stativ. (Foto: Christian Stipeldey DGzRS – Die Seenotretter)

Vor dem Ablegen und während das Schiff aus dem Hafen Warnemünde fährt, ist noch Zeit für ein paar ruhige Aufnahmen vom Stativ. (Foto: DGzRS – Die Seenotretter)

 

Zwei Wochen am Stück ist die Crew auf dem Seenotkreuzer unterwegs. Wir begleiten die Crew an einem stürmischen Tag während einer Kontrollfahrt. Dass das ruhig wirkende Wetter im Hafen von Warnemünde trügerisch ist, stellt sich sehr schnell heraus.

Die besondere Herausforderung beim Dreh bestand darin, die Kamera so optimal und stabil wie möglich zu platzieren und sich dabei gleichzeitig mit einer Hand sicher an der Reling festzuhalten. Da beim enormen Schaukeln des Schiffes das Stativ samt Kamera umkippen oder von einer Welle erfasst und von Deck geweht werden würde, ist VJ Christiane vom Stativ auf das sogenannte „Third-Person-Mount“ der niederländischen Firma Sailvideosystem umgestiegen. Dabei wird das Stativ am Körper befestigt.

Seenotrettungskreuzer ARKONA mit Tochterboot CASPAR der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)

Seenotrettungskreuzer ARKONA mit Tochterboot CASPAR der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (Foto: Falk Löber / DGzRS – Die Seenotretter)

 

Die VR-Reportage von der Ostsee ist jetzt bei BlickVR, der Virtual-Reality-App des Schweizer Medienkonzerns Ringier erschienen. BlickVR kann für iOS und Android-Smartphones kostenlos im App-Store bzw. Play-Store heruntergeladen werden.

IntoVR ist als Produktionsfirma für 360°-Videos Dienstleister für Medienunternehmen. Das Berliner Medien-Startup setzt auf gutes Storytelling und hochwertige 4K Videobilder in Journalismus, Content Marketing und PR. Die Gründer Susanne Dickel und Martin Heller geben zudem regelmäßig Workshops in 360° Video Storytelling.