VR-Workshop beim Filmfestival „Film ohne Grenzen“

Deutsche und Geflüchtete: An der Maxim Gorki Oberschule haben Jugendliche im Rahmen des Festivals FILM OHNE GRENZEN angeleitet von IntoVR-Trainern ein beachtliches 360°-Video  erstellt.

Jugendliche aus Deutschland und Geflüchtete aus Syrien, Afganistan, Iran und Serbien haben gemeinsam den 360°-Film „Unser Bad Saarow“ gedreht, gestitcht und geschnitten. Das Konzept, Drehplan und Storyboard, Text – all das haben die Teilnehmer der Workshops selbst entwickelt.

Unterstützt wurden sie von einem Dozenten-Team um die Seminarleiterinnen Christiane Wittenbecher und Susanne Dickel von IntoVR. Beteiligt als TrainerInnen waren zudem Maria Menzel, Angela Kea und Lorenz Vögel. Bei den Dreharbeiten haben die SchülerInnen Consumer-Kameras genutzt, Samsung Gear 360.

Flüchtling Mustafa aus Afghanistan beim Dreh mit der Samsung Gear
Flüchtling Mustafa aus Afghanistan, Schüler der Oberschule Maxim Gorki Bad Saarow, beim Dreh mit der Samsung Gear 360 (Foto: Maria Menzel)

Schwerpunkt der Dozentinnen war das Vermitteln von Storytelling-Techniken in dem immersiven Medium, Kamerapositionen und das Zusammenführen der Filmmaterialien von vier SchülerInnen-Teams zu einem gemeinsamen Film.

Nutzer am Smartphone bitte auf die Überschrift des folgenden Youtube-Videos klicken, um den Film in der Youtube-App im Kanal von IntoVR zu öffnen.

Präsentiert wurde das Ergebnis am ersten Abend des Festivals FILM OHNE GRENZEN auf Virtual-Reality-Brillen.

Den ganzen Abend über konnten nicht nur die Teilnehmer und ihre Eltern den 360°-Film auf VR-Brillen sehen, sondern auch die Besucher des Festivals.

Christiane Wittenbecher über das Projekt:

„Mit den Jugendlichen zu arbeiten, war eine intensive Erfahrung. 16 Oberschüler, 15-16 Jahre alt, unterschiedlichster Herkunft, teilweise erst seit zwei Jahren in Deutschland. Das war echt eine Herausforderung, aber wir konnten sie mit dem Medium richtig begeistern und haben schnell gesehen, wie stark sie sich eingebracht haben, sich ausprobiert haben, auch vor der Kamera, sogar die Bürgermeisterin interviewt haben und Ideen entwickelt haben. In den vier Tagen sind mir die Schüler richtig ans Herz gewachsen, vor allem sind sie selbst gewachsen. Das ist ein tolles Gefühl, das zu beobachten.“

Beim Eröffnungsabend des Filmfestivals präsentierten die Veranstalter das Projekt zudem gemeinsam mit zwei SchülerInnen sowie Christiane Wittenbecher und Martin Heller auf der Bühne im Rahmen der Eröffnung des Festivals. Gefördert wurde das Projekt unter anderem vom Medienboard Berlin-Brandenburg.

Christiane Wittenbecher stellt das VR-Projekt bei der Eröffnung von FILM OHNE GRENZEN vor.
Christiane Wittenbecher stellt das VR-Projekt bei der Eröffnung von FILM OHNE GRENZEN vor (Foto: Lorenz Vögel/IntoVR.de)