Drei Tage VR-Workshop – und schon der erste Übungsfilm

Bereits an ihrem zweiten Tag sind die TeilnehmerInnen eines IntoVR-Workshops losgezogen, um mit der 360-Grad-Kamera ein Porträt zu filmen. 

Workshop-Teilnehmer Tobias Schmutzler (li.) und Lorenz M. Vögel beim Aufbau für’s Interview.

Erster journalistischer 360-Grad-Film

Den „Spielvogel“ an der Kreuzung Hohenzollerndamm/Uhlandstraße hatten sich die IntoVR-Workshop-TeilnehmerInnen ausgesucht, um ihren ersten journalistischen Film mit einer 360-Grad-Kamera zu drehen.

Am Vortag hatte IntoVR-Mitgründerin Susanne Dickel den drei VR-Interessierten noch die theoretischen Grundlagen und den Kameraaufbau erklärt. Schon am zweiten Workshop-Tag waren die TeilnehmerInnen dann mit zwei 360-Grad-Kameras im Gepäck unterwegs – dem gleichen Equipment, das sonst IntoVR-AutorInnen für ihre Filme nutzen.

Kamera-Aufbau zwischen Plüschtieren.

„Meine Arbeit ist Passion, Hobby, Profession“

Im Workshop-Team dabei: die freie Videojournalistin Claudia Becker aus Hannover, der Volontär Tobias Schmutzler von der electronic media school (ems) in Potsdam und Lorenz M. Vögel aus dem Studiengang Screen Based Media an der Berliner Beuth-Hochschule.

Mit dem „Spielvogel“ porträtierten die drei ein buntes, vollgepacktes Spielwarengeschäft, das in dritter Generation von der Inhaberfamilie betrieben wird. „Meine Arbeit ist nicht meine Arbeit. Meine Arbeit ist meine Passion, mein Hobby, meine Profession“, sagt Geschäftsführer Martin Elschenbroich im VR-Übungsfilm.

Journalisten verstecken sich vor der 360-Grad-Kamera

Hier können Sie sich das Video ansehen – und sich sich dabei in alle Blickrichtungen umgucken:

Beim Filmen im Spielzeuggeschäft – und besonders beim Interview – mussten sich die Workshop-TeilnehmerInnen erst an ihre eigene Position beim Interview gewöhnen: „Ungewöhnlich war, sich als Interviewer vor der Kamera verstecken zu müssen und somit auch keinen Blickkontakt zum Interviewten zu haben. Ich war erstaunt, wie gut es trotzdem geklappt hat“, sagt die Videojournalistin Claudia Becker. 

Für das Interview mit dem „Spielvogel“-Geschäftsführer müssen sich die Fragesteller um die Ecke verstecken.

Zurück im IntoVR-Kreativspace: Stitchen lernen

Nach eineinhalb Stunden Übungsdreh hieß es für die Workshop-Filmer dann: Zurück in den IntoVR-Kreativspace – und stitchen lernen. Damit ist das Zusammenfügen der Kameraaufnahmen der einzelnen Kameralinsen gemeint, denn 360-Grad-Kameras nehmen mit mehreren Linsen parallel auf. Bei der Kandao Obsidian sind es zum Beispiel sechs Kameraaufnahmen, die in der Postproduktion zusammengebaut werden müssen.

Und was ist das Fazit nach dem ersten VR-Dreh: Zu anstrengend oder lohnenswert? „Beim Dreh selbst kann sich schwer vorstellen, wie eindrucksvoll die Aufnahmen am Ende für den Zuschauer sind“, sagt ems-Volontär Tobias Schmutzler. „Aber wenn man nach der Schneidearbeit die VR-Brille aufsetzt, selbst zwischen Dutzenden bunten Spielzeugen steht und dem Interviewpartner direkt in die Augen guckt – dann sieht man: So eine starke Wirkung hat eigentlich kein anderes Medium.“

Workshops bei IntoVR

IntoVR bietet regelmäßig Workshops und Fortbildungen an. Unsere langjährige Erfahrung bei Storytelling sowie 360-Grad- und Video-Produktionen teilen wir gern – indem wir Kunden ausführlich beraten und unser Wissen als Dozenten weitergeben.