Virtuell im Museum: Interaktive App macht Malerei erlebbar

Bonn, Chemnitz, Wiesbaden, Hamburg – dazwischen liegen viele hundert Kilometer. Die Deutsche Telekom, VRdirect und IntoVR lassen eine Ausstellung in der Virtuellen Realität zusammenrücken.

500 Werke, 53 Künstler, 4 Museen – die Ausstellung “jetzt! Junge Malerei in Deutschland” zeigte, wie vielfältig Malerei in Deutschland ist. Dafür arbeiteten das Kunstmuseum Bonn, das Museum Wiesbaden, die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser und die Deichtorhallen Hamburg zusammen. Um alle Werke zu sehen, musste man also quer durchs Land reisen.

Möglicher Blick eines Users durch die Anwendung:

Aber die Kooperation ging noch weiter: Die Deutsche Telekom, VRdirect und IntoVR holten die Ausstellung in die Virtuelle Realität – und machten sie so unabhängig von Zeit und Raum.

Insgesamt 90 Kunstwerke sind in der App zu sehen, die VRdirect für das Projekt programmiert hat. VR-Produzentin Susanne Dickel hat dafür mit der 360°-Kamera Kandao Obsidian Foto- und Filmaufnahmen der Museen erstellt.

Susanne Dickel liefert als Moderatorin den historischen Kontext zu den gesehenen Szenen.
Mittel der Wahl für die Produktion: Die Obsidian Kamera von Kandao, steuerbar über ein Tablet.

Ein Blick reicht

Die App ist interaktiv gestaltet. Die Nutzer können also selbst entscheiden, ob sie in einen anderen Raum wechseln oder ein Bild näher anschauen wollen. Am Smartphone funktioniert das durch Tippen. In der VR-Brille reicht es aus, den Blick auf einen Hotspot zu richten, schon lädt die Anwendung eine andere Raumansicht oder eine hochauflösende Ansicht des jeweiligen Gemäldes. Auch zusätzliche Informationen zu den Werken sind so abrufbar.

An den Ausstellungsorten liegen VR-Brillen aus. „Wenn Besucher des Kunstmuseums Bonn von der Ausstellung so begeistert sind, dass sie weitere Arbeiten aus Wiesbaden oder Chemnitz sehen wollen, so ist dies über das VR-Portal möglich“, sagt Professor Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseums Bonn.

Begeisterung wecken

Über das kostenlose Portal Magenta VR App kann sich aber auch jeder die Ausstellung anschauen, ohne die Museen zu besuchen. Auch das findet Berg wichtig: „Für uns ist es spannend, Kunst auch den Menschen zugänglich zu machen, die eher selten ins Museum gehen. Virtual Reality macht junge Malerei erlebbar und weckt so vielleicht bei dem ein oder anderen auch die Lust auf einen realen Ausstellungsbesuch.”

Ab dem 14.2. ist die Ausstellung auch wieder im “Reallife” in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen.

Mehr über Susanne erfahrt ihr im Video:

Storytelling und Produktion für Unternehmen

IntoVR produziert innovative Videoformate in 360° und klassischem Video für TV, Web und Social Media. Die Produktionsfirma ist 2016 von Berliner Journalisten gegründet worden und arbeitet für Medien, Unternehmen und Institutionen. IntoVR bietet regelmäßig Workshops an zu den Themen Multimedia- und Video-Storytelling, Mobile Reporting und 360°-Video / Virtual-Reality.

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