VR-Projekt „Glückauf“ beim Deutschen Reporterpreis nominiert

Das Team hinter „Glückauf“ ist beim Deutschen Reporterpreis 2018 in der Kategorie „Multimedia“ nominiert: Wir drücken die Daumen für Michelle Blum, Stefan Domke, Thomas Hallet, Dirk Meffert, Stefan Moll und David Ohrndorf! 

Der Deutsche Reporterpreis wird vom Reporter-Forum vergeben, einer Initiative von Hunderten Journalisten aus vielen Print- und Online-Redaktionen. In der 39-köpfigen Jury sitzen in diesem Jahr unter anderem Anja Reschke und Claus Kleber, Axel Hacke und Tina Hildebrandt sowie der Schauspieler Ulrich Matthes.

IntoVR-Autorin Christiane Wittenbecher am Projekt beteiligt

Eine virtuelle Reise an einen Ort, den es in Zukunft nicht mehr geben wird: Das ermöglicht das „Virtuelle Bergwerk“ im VR-Erlebnis „Glückauf“ des Westdeutschen Rundfunks.

Neben anderen war auch IntoVR an dem WDR-Projekt beteiligt: IntoVR-Autorin Christiane Wittenbecher hat den Bergmann Andreas Schreiter für eine Episode porträtiert. Kumpel Andy nimmt das Publikum in einem 360-Grad-Film mit ins letzte aktive Steinkohle-Bergwerk im Ruhrgebiet – hier ein kurzer Teaser (360°-Video, schau Dich um):

„Gefühlswelt der Kumpel kennen lernen“

Warum hängen die Bergarbeiter so an ihrem Job? Was heißt es für sie, den unterirdischen Arbeitsplatz aufzugeben? Diesen Fragen ging IntoVR-Autorin Christiane Wittenbecher auf den Grund, als sie Kumpel Andy begleitete. „Dabei ist die 360-Grad-Reportage besonders gut geeignet, um dem Protagonisten nahe zukommen, der für sich, aber auch für die Kumpel generell spricht“, sagt Wittenbecher.

Ihre Reportage ermögliche dem Publikum, „die Geschichte der Bergarbeiter nicht nur zu erzählen, sondern ihre Gefühls- und Lebenswelt hautnah kennen zu lernen“. So lernt der Zuschauer zum Beispiel, dass der Zusammenhalt unter Tage deshalb so stark ist, weil sich bei den gefährlichen Schachtarbeiten einer auf den anderen blind verlassen muss.

IntoVR mit 360°-Video aus dem Bergwerk mit WDR bei NextReality Hamburg nominiert
IntoVR-Autorin Christiane Wittenbecher: Im Bergwerk unterwegs mit Kumpel Andy und der 360-Grad-Kamera.

Kohlen schippen im VR-Truck

„Glückauf“ lässt Menschen die harte Arbeit in einem Steinkohle-Bergwerk mit eigenen Augen erleben: Mit VR-Brille, Smartphone oder Computer fahren sie unter Tage. Noch intensiver wird das Erlebnis für alle, die den dazu passenden VR-Truck besteigen: Extra für „Glückauf“ hat der WDR einen ehemaligen Übertragungswagen umgebaut.

In dem Wagen können Besucher virtuell Kohlen schippen – dabei werden sie auf einer Rüttelplatte durchgeschüttelt und bekommen Wärme und Kohlegeruch ins Gesicht geblasen. IntoVR-Mitgründer Martin Heller hat den VR-Truck auf den Medientagen München 2018 ausprobiert:

Nutzer bestimmen Verlauf der Geschichte mit

Die interaktive VR-Experience „Hau die Kohle aus dem Flöz“ ist eine von vielen Episoden des Gesamtprojekts. Statt linear einer Story zu folgen, bestimmen die Nutzer von „Glückauf“ den Verlauf ihrer Geschichte mit. Dabei hören sie unter anderem dem Ruhrkohle-Chor zu, wie er die Hymne des Ruhrgebiets singt. Und sie begleiten den Kumpel Andy in der 360-Grad-Reportage von IntoVR-Autorin Christiane Wittenbecher.

Mehr zu dem 360°-Film:

360°-Erlebnis im letzten aktiven Steinkohlebergwerk Deutschlands

Interview mit Christiane Wittenbecher: „Dein eigenes Ding machen? Kannste knicken im Bergwerk.“