Immersives Stasi-Gefängnis: Preisgekröntes 360°-Erlebnis von IntoVR bei Dok Leipzig

Das Dokumentarfilmfestival DOK LEIPZIG zeigt das immersive Geschichtserlebnis „Was wollten Sie in Berlin!?“, mit dem IntoVR den Nutzer zum Häftling im Stasi-Gefängnis macht. IntoVR-Autorin Susanne Dickel ist beim Festival vor Ort und spricht als Expertin über die Chancen von VR für die Filmindustrie. 

(Schauspieler Henning Kober mit VR-Brille. Foto: Christiane Wittenbecher)
Schauspieler Henning Kober mit VR-Brille. Foto: Christiane Wittenbecher

„Dass wir mit diesem VR-Projekt bei DOK LEIPZIG vertreten sind, zeigt, dass auch die Filmbranche die Möglichkeiten immersiven Storytellings ernsthaft diskutiert“, sagt Susanne Dickel. Sie wird in den nächsten Tagen als Expertin beim Dokumentarfilmfestival sein. Das 360°-Erlebnis „Was wollten Sie in Berlin!? – Als Häftling im Stasi-Gefängnis“ hat IntoVR gemeinsam mit der Gedenkstätte Hohenschönhausen produziert. Das Projekt erhielt den Deutschen Reporterpreis 2017.

(Alle Schauspieler, hier Milton Welsch, agieren direkt zur 360°-Kamera, sprechen somit den Zuschauer direkt an. Foto: Martin Heller)
Schauspieler Milton Welsch in original Stasi-Uniform agiert spricht den Zuschauer direkt an. Foto: Martin Heller

Die Idee: Besucher erleben, wie politische Häftlinge der DDR behandelt wurden. Schauspieler, u. a. Udo Schenk, Marlon Kittel und Dominik Hermanns, mit original Stasi-Uniformen und Requisiten ausgestattet, wirken dabei auf den Nutzer ein. Dieser steht selbst im Mittelpunkt der VR-Doku. Er wird ausgefragt, angeschrien, in der Zelle eingeschlossen – ein 360°-Erlebnis, das emotional berührt und gleichzeitig auf Fakten basiert. „Wir wollen die Stärken des Mediums einsetzen, um eine noch intensivere Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte zu ermöglichen“, so IntoVR-Gründer Martin Heller.

(First-Person-View. Hier wird der Häftling, somit der Zuschauer fotografiert. Foto: Christiane Wittenbecher)
First-Person-View. Hier wird der Häftling, somit der Zuschauer fotografiert. Foto: Christiane Wittenbecher.

Das Drehbuch haben IntoVR-Autorin Christiane Wittenbecher und der Journalist Michael Ginsburg entwickelt. Grundlage waren Vernehmungsprotokolle des ehemaligen Häftlings Jürgen Fuchs sowie Gespräche mit Zeitzeugen und Archiv-Recherchen. Die Macher des Projektes, Martin Heller, Michael Ginsburg und Christiane Wittenbecher im Video-Statement:

Besucher des DOK LEIPZIG können das 360°-Erlebnis nicht nur im VR-Kino sehen, sondern auch Susanne Dickel als Expertin erleben. Sie wird am 31.10. ab 10:00 Uhr auf dem Experten-Panel „Meet the Experts“ sprechen sowie am 01.11. bei DOK NEULAND dabei sein, das sich dieses Jahr den Möglichkeiten und Chancen von VR widmet. Das 61. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm DOK LEIPZIG findet vom 29.10. bis 04.11.2018 statt.

IntoVR ist eine Berliner Produktionsfirma, die im Auftrag von Medienunternehmen, NGOs und Unternehmen innovative Videoinhalte erstellt. Unsere langjährige Erfahrung bei Storytelling und Video- sowie 360-Grad-Produktionen teilen wir gern. Indem wir Kunden ausführlich beraten und unser Wissen regelmäßig als Dozenten in Workshops sowie als Speaker bei Konferenzen, Meetups und Messen weitergeben.