Corona zum Trotz: Wir machen digitale Preisverleihungen

2020 ist ein Jahr der Möglichkeiten! Statt die Verleihung des Medienpreis Luft- und Raumfahrt zu canceln, hat Into VR & Video sie gemeinsam mit Movact in die digitale Welt geholt, um guten Journalismus zu feiern.

Messen, Galas, Veranstaltungen – all das ist durch Corona schwierig geworden. Doch guter Journalismus muss gewürdigt werden, fand der Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus. Er verleiht den Medienpreis für Luft- und Raumfahrt und wollte das auch in diesem Jahr tun, Corona hin oder her.

Teamarbeit: Beim Dreh Moderationen standen vier Menschen vor und sechs weitere hinter der Kamera.
Foto: Clemens Hirmke, Into VR & Video

Um eine Lösung zu finden, wandte sich Koordinator Ernst Ginten an Into VR & Video. Gemeinsam mit Movact fand das Team einen Weg: 2020 werden die Preise online verkündet.

Orchestriertes Video statt Livestream

Schnell war klar: Statt auf einen Livestream setzten wir auf ein gut orchestriertes Video, das als Live-Premiere auf Youtube ausgestrahlt wird.

Der Vorteil: Wir konnten viele unterschiedliche Beteiligte, Preisträger, Laudatoren und Sponsoren einbinden, ohne Angst vor technischen Schwierigkeiten à la Videokonferenz haben zu müssen. Durch gute Planung kommt trotzdem Live-Feeling auf, wenn die Preisträger auf die Fragen der Moderatorin Alexandra Gerlach antworten. Dazu später mehr.

Der perfekte Drehort

Einer der wichtigsten Aspekte: ein guter Drehort. Und der war mit dem Deutschen Technikmuseum Berlin schnell gefunden. Nicht der erste Museumsdreh für Team Into VR & Video in diesem besonderen Jahr. In der Luftfahrt-Ausstellung weiß man kaum, wohin man zuerst schauen soll: 40 Flugzeuge hängen hier, darunter mehrere Gleiter aus der Zeit der ersten Flugversuche.

Beim Dreh kam unter anderem ein Kamerakran zum Einsatz, um die Location gebührend in Szene zu setzen.
Foto: Clemens Hirmke, Into VR & Video

Sie bieten eine fantastische Kulisse für den Dreh der Moderationen. Bei einer Vorort-Begehung bestimmten Susanne Höb, Clemens Hirmke und Steven Siebert (Movact) die unterschiedlichen Settings. Insgesamt fünf verschiedene Positionen bringen immer wieder neue visuelle Eindrücke und beleben die digitale Preisverleihung.

360°-Kamera Insta One X statt Drohne

Bei der Begehung fiel es leicht, die Fantasie spielen zu lassen, und beim Anblick eines ganz besonderen Ausstellungsstücks kam schnell die Idee, wie der Anfang des Videos aussehen sollte: Die Moderatorin Alexandra Gerlach begrüßt die Zuschauer in einem Flugzeug aus den 1930er Jahren.

Die Moderatorin des Medienpreis Luft- und Raumfahrt Alexandra Gerlach beim Dreh der Begrüßung. Foto: Clemens Hirmke, Into VR & Video
Die Moderatorin des Medienpreis Luft- und Raumfahrt Alexandra Gerlach beim Dreh der Begrüßung.
Foto: Clemens Hirmke, Into VR & Video

Neben Alexandra Gerlach führen der Geschäftsführer des BDLI Volker Thum und der Vorsitzende der Jury Volker Thomalla durch das Programm.

Um das Setting glamourös in Szene zu setzen, filmte das Team mit drei Kameras und nutzte ein Gimbal sowie einen Kamerakran. Mit der 360°-Kamera Insta One X entstanden außerdem noch einige Bilder aus besonderen Perspektiven. An einem langen Stab befestigt nahm die Kamera Videos in „Augenhöhe“ mit der JU 52 auf. Später wurden daraus 16:9-Videos herausgerechnet. Für den Betrachter wirkt es, als wäre hier eine Drohne durchs Museum geflogen.

Danksagung von der Alm

Für eine würdige Preisverleihung braucht es aber nicht nur Moderationen, sondern auch Laudationen und außerdem sollen natürlich auch die Preisträger zu Wort kommen. Alle an einem Ort zusammenzubringen, ist dieses Jahr nicht möglich. Aber sich digital zu treffen, das ist ja inzwischen eingeübt.

Moderator Volker Thum (links) und der Kurator Heiko Triesch geben den Zuschauern einen kleinen Vorgeschmack auf die Ausstellung.
Moderator Volker Thum (links) und der Kurator Heiko Triesch geben den Zuschauern einen kleinen Vorgeschmack auf die Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin. Foto: Clemens Hirmke, Into VR & Video

Und so entsteht eine Art riesige Videokonferenz: Die Laudatoren, Sponsoren und Preisträger schicken Videobotschaften, die in die digitale Preisverleihung integriert werden: Laudator Kevin Hoffmann sendet seine Nachricht von der sonnigen Insel Kreta, Journalist Jens Radü dreht sie auf der Alm. Bei Laurin Meyer ist das neue Welt-Gebäude zu sehen, Jens Koenen meldet sich aus dem Homeoffice.

Klares Design

Damit diese Vielfalt nicht beliebig wirkt, braucht es ein übergreifendes Design. Beispielsweise liegen alle Videobotschaften auf einem dunklen, funkelnden Sternenhimmel. Darüber hinaus haben die Kollegen von Movact animierte Bauchbinden, Grafiken und Transitions für das Projekt entworfen.

Volker Thum tritt nicht nur als Moderator auf, sondern ist auch Geschäftsführer des Sponsors BDLI.
Volker Thum tritt nicht nur als Moderator auf, sondern ist auch Geschäftsführer des Sponsors BDLI.
Foto: Clemens Hirmke, Into VR & Video

Begleitet wird die digitale Preisverleihung natürlich auch auf Social Media. Mit einem Trailer, animierten Bannern und Videos zu den einzelnen Preisträgern.

Das Projekt zeigt: So geht Gala 2020. Zu sehen ist das Video hier:

Das ist Into VR & Video

Wir produzieren innovatives Bewegtbild: Online-, Social-Media-Videos, 360°-Filme, VR Storytelling. Ausgezeichnet mit dem Photokina Motion Picture Award und dem Deutschen Reporterpreis. Auch als DozentInnen für Workshops und SpeakerInnen aktiv.